Literaturwissenschaft

 

Das Studium der französischen Literaturwissenschaft zielt darauf ab, einen Überblick über die Geschichte der Literatur vom Mittelalter bis heute zu geben und ihre verschiedenen Betrachtungsweisen zu vermitteln. Dabei geht es erstens um die Entwicklung und Ausbreitung der frankophonen Literaturen in Raum und Zeit, und um die Entstehung regionaler, chronologisch bedingter und gattungsspezifischer Varietäten. Zweitens werden verschiedene Modelle der Beschreibung der Strukturen der Literatur in ihrer historischen Entwicklung und in ihrer epistemologischen Besonderheit vorgestellt und kritisch hinterfragt. Ein weiteres Gewicht liegt drittens auf Fragen nach dem Zusammenhang zwischen der Literatur und dem historisch-kulturellen Umfeld im Sinn einer kulturwissenschaftlichen Betrachtung.

 

1. Überblick über die Geschichte der französischen Literaturwissenschaft.
Das  Literaturstudium umfasst die Ältere Literatur, vom Mittelalter zur Klassik, und die Neurere Literatur, von der Aufklärung bis in die heutige Zeit.  Jedes Semster finden spezifische Veranstaltungen in den beiden Bereichen statt, die unterschiedliche Perspektiven auf die behandelten Texte  eröffnen: via einen Autor, ein Genre oder ein Epoche.

 

2. Überblick über Literaturwissenschaftliche Modelle
Im Bereich der Literaturtheorien gab es in den letzten 50 Jahren beachtliche Entwicklungen und Neuerungen, die im Rahmen von Vorlesungen und Seminaren behandelt werden. Namentlich in den Seminaren wird es darum gehen die Analysemethoden am Text zu erproben und auch konstruktiv Kritik an ihnen zu üben.

 

3. Zusammenhang zwischen Literatur und Kulturwissenschaften allgemein
Im Zentrum der Literaturbetrachtung steht immer auch die Frage nach dem Platz und der Rolle der Literatur im grösseren kulturell und historischen Umfeld.  Dieser Frage wird speziell in den Vorlesungszyklen der Société d’Etudes Françaises de Bâle nachgegangen, welche Jährlich ein Dutzend zeitgenössische französischsprachige AutorInnen einlädt, um in öffentlichen Vorträgen über ihr Schaffen und ihre Werke zu reflektieren.